Mit diesen 5 Tricks überwindest du deinen inneren Schweinehund

8.2.2020, Sami Othman

In Kürze

  • In der Steinzeit haben sich die Menschen bewegt, um zu überleben. Ohne diesen tieferen Sinn fehlt heute vielen die Motivation.
  • Bewegung ist gut für Körper und Psyche, beugt Krankheiten und Stress vor, steigert die Zufriedenheit und das Selbstwertgefühl.
  • Wer sich klarmacht, dass er selbst für seine Gesundheit – jetzt und in Zukunft – verantwortlich ist, hat gute Chancen gegen den inneren Schweinehund. 

Neues Jahr, neue Anmeldung im Fitnessstudio: Viele von uns starten mit guten Vorsätzen in den Januar. Endlich wieder etwas für den Körper tun, gesünder leben, Sport treiben. Sobald es Februar wird, ist die Motivation aber bei den meisten im Keller, und die Jahresmitgliedschaft existiert nur noch auf dem Papier.

Der innere Schweinehund hat gewonnen.

Fragst du dich auch, wie das passieren konnte? Wieso du lieber bei Netflix auf der Couch chillst statt beim Workout zu schwitzen?

Anfänge in der Steinzeit

Tröste dich, du bist nicht allein. Der innere Schweinehund wird uns quasi in der DNA mitgeliefert. 

Schon unsere Vorfahren, die Steinzeitmenschen, bewegten sich nur, wenn es unbedingt notwendig war: um Wisente zu jagen oder vor Mammuts zu fliehen. Die restliche Zeit ruhten sie sich aus. Das war überlebenswichtig, denn Kalorien und Energie waren nur begrenzt verfügbar. 

Heute müssen wir weder unser Essen jagen noch vor Feinden fliehen. Der ursprüngliche Sinn hinter der Bewegung ist also verloren gegangen. Wir fahren mit dem Auto zum Supermarkt, wo es alles im Überfluss gibt. Und unsere Energie verpufft meist ungenutzt.  

Dabei gibt es hundert Gründe für regelmäßige Bewegung: Sie ist gut für Körper und Psyche, beugt Krankheiten und Stress vor, steigert die Zufriedenheit und das Selbstwertgefühl.

Alles keine Neuigkeiten für dich? Trotzdem schaffst du es nicht, dich zum Sport aufzuraffen? Das kann daran liegen, dass wir selten unseren Fokus darauf haben, was der heutige Tag für unsere Zukunft bedeutet. Denk mal drüber nach: Wenn du dich heute nicht bewegst, ist das nicht schlimm. Aber was passiert, wenn sich dieser Tag ab heute jeden Tag wiederholt?

Dein heutiges Handeln bestimmt, wie dein Leben in einem Jahr, in zehn oder in 40 Jahren aussieht.

Möchtest du dein Leben in zehn Jahren noch in vollen Zügen genießen? Wenn du diese Frage mit Ja beantworten kannst, solltest du diese fünf Tricks beherzigen.

1. Schweinehund identifizieren

Lerne deinen Schweinehund kennen! In welchen Situationen tritt er auf? Wie oft? Hand aufs Herz: Wie häufig warst du in den vergangenen Monaten beim Sport oder hast etwas für dich getan? Wir neigen dazu, uns selbst zu belügen. Das führt zu einem noch schlechteren Gewissen. Sei also ehrlich zu dir selbst.

2. Finde dein Warum

Wer motiviert bleiben möchte, braucht einen Sinn hinter seinem Tun. In der Steinzeit haben sich die Menschen bewegt, um zu überleben. Warum möchtest du dich bewegen? Das sind mögliche Antworten:

Ich möchte …

  • … die Rückenschmerzen loswerden, die mich seit Monaten plagen.
  • … wieder aktiver sein und dadurch meine Lebensqualität steigern.
  •   noch in 20 Jahren gesund sein und das Leben in vollen Zügen genießen.
3. Einfach loslegen

Der innere Schweinehund ist immer zur Stelle, wenn du eine Ausrede brauchst: Ich muss mich noch im Fitnessstudio anmelden. Ich habe keine richtigen Sportschuhe. Ich bin zu müde. 

Rufe dir also dein Warum ins Gedächtnis: „Ich möchte meinem Körper etwas Gutes tun, weil …“ – und dann legst du einfach los. Egal, wo. Ob zuhause auf dem Teppich oder draußen im Park. 

4. Routine schaffen

Was kannst du tun, wenn die anfängliche Motivation nachlässt?

Mache Bewegung zur Gewohnheit – genauso wie das Zähneputzen. Hast du dir schon einmal wochenlang nicht die Zähne geputzt? Siehst du! Das Zähneputzen erhält die Gesundheit deiner Zähne, Bewegung die Gesundheit deines Körpers. 

Stecke dir zunächst kleine Ziele und steigere sie langsam. Trainiere zum Beispiel jeden Morgen für zehn Minuten. Nach drei Tagen wirst du merken, wie gut es dir tut. Ziehe das Workout für weitere drei Wochen durch, dann für drei Monate. Du wirst überrascht sein, wie leicht es dir nach dieser Zeit fällt. Das liegt an der Routine. 

Übrigens: Wenn du kein Morgenmensch bist, dann trainiere abends. Gehe zweimal wöchentlich joggen oder ins Fitnessstudio. Nutze deine Mittagspause für einen kleinen Spaziergang. Nimm dir Zeit für deinen Körper – wie das genau aussieht, entscheidest du ganz alleine. 

5. Spaß haben

Der Spaß sollte niemals zu kurz kommen! Suche dir Aktivitäten und Bewegungen, die deinen Vorlieben entsprechen. Du musst nicht an deine Leistungsgrenze gehen oder zum Muskelpaket werden, um gesund zu bleiben. Es geht in erster Linie darum, dich mit deinem Körper auseinanderzusetzen. 

Selbstverantwortung als Ziel

Vielleicht hilft dir am Ende dieses kleine Gedankenexperiment auf die Sprünge:

Wie oft hast du dich in den vergangenen Jahren über Beulen, Kratzer und Macken an deinem Auto geärgert? Hattest du vielleicht sogar Angst, nicht über den TÜV zu kommen?

Und wie häufig hast du dir echte Sorgen um deine Gesundheit gemacht, weil du monatelang nicht beim Sport warst oder das Fahrrad fürs Auto stehengelassen hast?

So trivial es auch klingen mag: Ein Auto lässt sich ersetzen, aber du hast nur einen Körper. Es liegt in deiner Hand, verantwortungsvoll mit ihm umzugehen und dir die Zeit zu nehmen, um etwas für deine Gesundheit zu tun.

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